Alltagsgschichtln | Kunterbunt

Auf Besuch in Tulln (NÖ)

August 2, 2017
Tulln

Tulln ist meine Heimatstadt. Dort aufgewachsen habe ich den Großteil meiner Jugend verbracht. Obwohl ich Wien für seine Vielfalt liebe, zieht es mich zeitweise nach Tulln zurück. Verbunden mit Besuchen bei Familie, streife ich gerne durch die Innenstadt, esse bei meinem Lieblingsjapaner, kaufe im Naturladen ein und strawanze die Donaulände entlang.

Als eine der ältesten Städte Österreichs, hat sie einiges an Sehenswürdigkeiten zu bieten. Unverkennbar gezeichnet durch die Zeit des römischen Kaiserreiches befand sich dort das Reiterkastell Comagena. Nähere Informationen zu Tullns Historie findet ihr hier!

Sie ist auch der Geburtsort des berühmten Malers Egon Schiele. Der als bedeutender Künstler des Expressionismus die Wiener Moderne geprägt hat.

Abgesehen von Tullns historischem Hintergrund setzt die Stadt auf ein grünes und nachhaltiges Erscheinungsbild. Mittelpunkt bilden hier die Garten Tulln mit ihrem streng ökologischen Schaugärten und der weitläufigen Au. Hier gibt es die Möglichkeit die Auwälder vom Wasser aus via Kanu oder Tretboot zu erkunden.

Wasserpark Bootsverleih bei der Anlegestelle Tulln-Stadt.

Nicht weit von der Anlegestelle Tulln-Stadt entfernt befindet sich die Seerosenbrücke, welche zu einem gemütlichen Spaziergang einlädt.

Seerosenbrücke
Seerosenbrücke – Weg Richtung Au

Bei einem Spaziergang an der Donaulände kommt ihr unübersehbar an dem Schiff “Regentag” vorbei. Dieses hübsche Wassergefährt gehörte einst dem österreichischen Künstler Friedensreich Hundertwasser, der auf diesem Boot eine lange Zeit lebte.

Die “Regentag” von Friedensreich Hundertwasser.

Weiter führt uns unser Spaziergang zu dem Nibelungendenkmal, welches jene Szene aus dem Lied zeigt als der Hunnenkönig Etzel die Burgunderkönigin Krimhild in Tulln empfing.

Das Nibelungendenkmal in Tulln an der Donaulände.

Ganz in der Nähe liegt die größte Flussbühne  österreichs, die Donaubühne vor Anker. Seit 2002 finden in den Sommermonaten regelmäßig Open-Air Veranstaltungen statt.

Stadteinwärts gibt es ebenfalls einige Sehenswürdigkeiten, die mich schon als Kind begeistert haben. In der Fußgängerzone der Rudolfinerstraße trefft ihr auf den Hermesbrunnen der die Statue des römischen Gottes Merkur zeigt. Wenige Meter weiter begegnen wir einen weiteren Brunnen, welcher um die barocke Mariensäule gestaltet wurde. Der steinerne Rand rund um diesen Brunnen wurde von meinen Geschwistern und mir zum Fangen-spielen genutzt. Die Herausforderung bestand darin, nicht ins Wasser zu fallen. 🙂

Hermes Brunnen in der Rudolfinerstraße
Brunnen am Rathausplatz

Der direkte Weg vom Brunnen am Rathausplatz zur gemütlichen Café/Konditorei Wagner führt durch die kurze Salzgasse. Als Kind vertrat ich die Meinung, dass der Stadt bei der Gestaltung der Namenstafel wohl ein Fehler unterlaufen sein musste, da es unmöglich “Salzgaffe” heißen konnte.

Im Café/Konditorei Wagner wird eine kurze Verschnaufpause eingelegt, bevor es mit unserer Tour weitergeht. Ein Ischlerkipferl darf dabei nicht fehlen!

Der nächste Brunnen, der mir dabei half die Bezirke der Gemeinde Tulln zu lernen, ist der Bezirksbrunnen am Hauptplatz. Am äußeren Rand des Brunnens sind die Wappen aller Gemeinden des Bezirkes Tulln angebracht.

Bezirksbrunnen am Hautplatz mit allen 22 Bezirke der Gemeinde Tulln.

Nach dem lehrreichen Aufenthalt am Bezirksbrunnen führt uns der Weg weiter zum Naturladen von Andreas Weiß am Minoritenplatz. Eröffnet im Jahre 1989 besticht der Laden mit einem gut zusammengestellten Sortiment, frischen biologischen Produkten und fachkundigem und freundlichen Personal.

“WAS ICH NICHT HABE, BRAUCHEN SIE NICHT”

Seit 28 Jahren mit großem persönlichen Einsatz um Kundenzufriedenheit und um Bewusstseinsbildung bezüglich NACHHALTIGKEIT und Verbesserung des ökologischen Fußabdruckes jedes Einzelnen bemüht.

Am Ende unserer Tour, indem ich euch einen kleinen Teil der Stadt vorgestellt habe, lassen wir den Tag bei einem Abendessen in dem japanischen Restaurant “Yanagi” ausklingen. In einer der Passagen am Hauptplatz, relativ versteckt, findet ihr diesen tollen Japaner, der euch mit frisch zubereiteten Speisen und wirklich gutem Sushi verwöhnt!

Das Japanische Restaurant “Yanagi” am Hauptplatz.

Abschließend möchte ich euch noch ein Video zeigen. 🙂

    1. Liebe Sandra, danke für dein liebes Kommentar! Fahrradtouren entlang der Donau, besonders in Tulln sind super schön! Schade, dass der Sommer nun vorbei ist und es bald zu kalt wird um mit dem Rad zu fahren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.