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Pflanzen als dekoratives Design – pimp up your home!

Dezember 8, 2017

Im ersten Beitrag  der “pimp up your home” Serie habe ich euch Pflanzen vorgestellt, die das Raumklima von Schadstoffen filtern und in diesem Beitrag geht es um das dekorative Design! Pflanzen eignen sich wunderbar um jeden Wohnraum aufzuwerten! Den eigenen vier Wänden verleihen sie eine unverkennbare Wohlfühl-Athmosphäre. Angefangen bei Pflanzen, deren Superkraft es ist die Luftqalität zu verbessern, über pflegeleichte Kakteen und Sukkulenten bis hin zu den beliebten Luftwurzlern – den Tillandsien!

Ob in der Küche im Bad oder in den Wohn- und Schlafräumen, für alle Räume gibt es geeignete Pflanzen. Sogar für jene ohne viel Sonnenlicht! In meiner Wohnung befinden sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels 71 Pflanzen bzw. Pflanzenarrangements! Klingt unfassbar? Als ich sie gezählt habe war ich auch erstaunt, doch nicht alle meiner Pflanzen sind groß und sperrig. Einige sind gerade mal wenige Zentimeter groß und dienen zusammen mit anderen der Verschönerung von Regalen, dem Esstisch oder anderen Ecken und Kanten.

Schlafzimmer

Das Schlafzimmer ist oftmals nicht besonders groß. Hier ist es schwer Pflanzen unterzubringen. Ein paar Tipps und Tricks gibt es trotzdem. Eine der besten Pflanzen für das Schlafzimmer ist der Bogenhanf. Dieser macht sich nachts daran die Raumluft von Schadstoffen zu reinigen. Mehr zu diesem Thema könnt ihr hier nachlesen.

Kletterpflanzen wie die Efeutute eignen sich besonders zum Aufstellen am Kleiderkasten. Seine Blätter schlängeln sich an den Ecken des Kasten hinab und sorgen für ein romantisches Ambiente.
Bei Platzmangel bietet ein Pflanzenständer die Möglichkeit gleich mehrere Exemplare auf engstem Raum zu arrangieren. Ganz oben ziert momentan noch eine Dieffenbachia den höchsten Punkt. Weiter unten befinden sich ein Bogenhanf, Drachenbaum und eine Glücksfeder.

Badezimmer

Das Badezimmer ist meist recht feucht, lichtarm und klein. Keine Pflanze kommt ohne Licht aus, daher gestaltet es sich schwierig dort Pflanzen am Leben zu erhalten. Für solche Verhältnisse wären Glücksfedern, Bromelien und das Einblatt geeignet. Die Glücksfeder kommt besonders gut mit wenig Licht aus. Wenn in das Badezimmer überhaupt kein Sonnenlicht einstrahlt wäre es einen Versuch wert sich eine zweite zu besorgen, die in regelmäßigen Abständen getauscht werden. Jene die sich gerade nicht im Badezimmer befindet tankt an einem etwas helleren Ort Licht auf, bis sie wieder an ihren alten Platz zurück gestellt wird. Weitere Pflanzen die gut mit hoher Luftfeuchtigkeit auskommen sind Farne und der gemeine Efeu.

Wohnzimmer

Im Wohnzimmer halten wir uns die meiste Zeit auf. Auch ist es oft der größte Raum und daher ideal für Pflanzen, die etwas mehr Platz brauchen. Aber auch Fensterbänke, Regale und Kästen eignen sich zur Begrünung.

Das größte Regal in meinem Wohnzimmer. In der Mitte seht ihr 2 verschiedene Sorten der Grünlilie, rechts eine Efeutute und den Namen beiden anderen Kletterpflanzen konnte ich leider nicht mehr herausfinden. 🙂 Wie ihr seht ist dieses Bild im Dezember entstanden, da sich ein hübscher Adventkalender reingeschummelt hat. Links neben dem Regal schlängelt sich auch ein Pflanzententakel an der Lampe entlang.
Von der offenen Wohnküche heraus schlängelt sich eine weitere Efeutute an einem Wandbild entlang.
Unter dem Wandbild an dem sich die Efeutute bedient habe ich die größte aller Pflanzen in meiner Wohnung platziert. Ein Fensterblatt (Monstera). Mit ihren großen, eingeschnittenen Blättern ist sie der Hingucker schlechthin und trennt den Bereich wo die Küche in den Wohnraum übergeht.
Diese entzückende Erbsenpflanze ist einer meiner Lieblinge und verschönert ein kleines Bücherregal!
Am großen Esstisch dürfen Pflanzen natürlich auch nicht fehlen! Diese Ufopflanze oder auch Bauchnabelpflanze genannt steht hier einfach nur so rum.
Das hier ist ein kleiner Asparagus Farn den ich in eine Mangoholzschale gepflanzt habe. Hat sein Plätzchen ebenfalls am Esstisch.
Schale mit verschiedenen Sukkulenten! Als ich angefangen habe mich für Kakteen und Sukkulenten zu interessieren habe ich beschlossen eigene Arrangements zu gestalten. Das hier war mein erster Versuch.

Sukkulenten und Kakteen

Alle Kakteen sind Sukkulenten, doch nicht alle Sukkulenten sind auch Kakteen. Das war einer der ersten Sätze, die ich bei meiner Pflanzenrecherche gelesen habe. Der Unterschied ist simple wenn auch im Fachjargon Wörter benutzt werden, die ich noch nie gehört habe. Sukkulenten haben keine Stacheln bzw. besitzen keine Aureolen aus denen die Stacheln wachsen. Auch gehören sie im Vergleich zu den Kakteen zu den Wolfsmilchgewächsen. Kennt ihr diesen weißen Saft der aus manchen Pflanzen austritt? Das ist der Saft von Wolfsmilchgewächsen. Leider recht gifitg und kann bei Berührung und Verschlucken zu Entzünden führen. Aber mal ehrlich, wer beißt denn schon in eine Sukkulente? Sollte der Saft dennoch auf der Haut landen empfiehlt es sich die Hände zu waschen bevor man sich den Finger in den Mund steckt oder die Augen rubbelt. Übrigens fast alle Zimmerpflanzen sind giftig. Hier gilt das selbe Prinzip.

Was ist denn jetzt eigentlich ein Sukkulent?

Sukkulenten sind Pflanzen, die ein besonders ausgeklügeltes System entwickelt haben um Wasser zu speichern. Das bedeutet man muss sie nicht oft gießen und sind daher für Anfänger ziemlich gut geeignet. Unterschieden werden sie in Stamm- und Blattsukkulenten, was bedeutet entweder speichert die Pflanze Wasser im Stamm oder Blatt. Auf diesen Wasserspeicher greifen sie in trockenen Zeiten zurück. Auch Kakteen speichern Wasser und gehören daher zu den Sukkulenten.

Ebenfalls eine meiner ersten Basteleien mit Kakteen, eine kleine eckige Schale mit verschiedenen Minisorten. Dieses Arrangement ziert das Regal im Vorraum.
Hier ein weiteres Exemplar eines Sukkulenten, welches in einer Holzkiste seinen Platz gefunden hat. Die Holzkiste ist übrigens an der Wand montiert und dient somit als dekoratives Regal.
Wieder ein kleines Arrangement von mir! Eingepflanzt in eine Glasschale, aus der vorher die Süßspeise “Gü” gelöffelt wurde. Der kleine Kerl ganz rechts trägt den coolen Namen “lebender Stein”!
Diese zwei stacheligen Kumpanen zieren ein weiteres Regal im Vorraum.

Tillandsien

Mit Tillandsien habe ich noch wenig Erfahrung und leider war die Auswahl im Gartencenter bei mir in der Nähe nicht besonders groß. Daher habe ich mich zuerst nur an einem simplen Arrangement versucht. Tillandsien sind unglaublich interessante Genossen aus der Pflanzenschaft! Diese Geschöpfe ziehen Wasser und Nährstoffe aus Luft und bilden daher Luftwurzeln aus! Je grüner die Tillandsie ist,  desto weniger Sonneneinstrahlung und  mehr Feuchtigkeit benötigt sie. Ist die Tillandsie eher gräulich benötigt sie mehr Sonne und weniger Feuchtigkeit. Viele Sorten bleiben recht klein und eignen sich super für Dekorationen in Glasgefäßen. Man kann sie aber auch mit einem speziellen Tillandsienkleber an Bilder festkleben oder bastelt eigene Kompositionen. Hin und wieder solltet ihr sie mit kalkfreiem Wasser besprühen. Am besten eignet sich hier abgekühltes, abgekochtes Wasser.

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