Allheilmittel

Balsam für die trockene Nase – Sicca Syndrom

Februar 5, 2017
Balsam für die Nase

Wer unter dauerhaft trockener Nase (Rhinitis sicca) leidet oder eine durch Schnupfen bedingte verstopfte Nase hat, findet in dem Rezept ein Produkt, welches die Nasenschleimhaut auf natürliche Art und Weise pflegt und hilft die Nebenhöhlen zu befreien. Nach dem Ausprobieren von Nasensprays und Salben wollte ich über die Inhaltsstoffe selbst bestimmen und habe mich daran versucht einen Balsam herzustellen, der morgens mit Hilfe von Wattestäbchen aufgetragen wird. Er wirkt leicht abschwellend und löst Verstopfungen aus den Nebenhöhlen. Dauerhaft angewendet hilft er die trockene Nase in den Griff zu bekommen und schützt somit auch das Bronchialgewebe vor Infektionen.

Eine funktionstüchtige Nase, deren Schleimhaut intakt ist, erwärmt und befeuchtet beim Einatmen die Luft. Zusätzlich filtert ein eintakte Nasenschleimhaut vorab schon mal Staubpartikeln, Pollen, Schadstoffe, Krankheitskeime, Viren und Bakterien aus der Atemluft, in dem die Eindringlinge mit dem, von der Schleimhaut produzierten, Sekret gebunden und abtransportiert werden. Ist dieser Prozess gestört gelangt die ungefilterte Atemluft direkt in das Bronchialgewebe der Lunge.Man kann sich also vorstellen welcher Belastung die Lunge ausgesetzt ist wenn ihr Vorfilterorgan nicht ordentlich funktioniert.

Warum interessiert mich das eigentlich? Weil ich zu jenen Menschen gehöre, dessen Atemwege (Nase, Rachen, Bronchien) chronisch ausgetrocknet sind und sich von alleine sehr schwer regenerieren. Klar, in der kalten Winterzeit hat fast jeder eine trockene Nase, kämpft mit Erkältungen und (über)lebt mit einer Luftfeuchtigkeit von ca. 20% schon irgendwie. Fast ein Jahr lang versuche ich bereits geeignete Therapien zu finden um der Austrocknung von Augen, Nase, Rachen und Bronchien entgegen zu wirken. Ich fühle mich oft sehr müde, bin unkonzentriert und durchschnittlich alle 4 Wochen krank. Wer kann da schon seinen Soll in der Gesellschaft erfüllen?

Eine trockene Nase zu haben mag banal klingen, doch dahinter verbirgt sich ein ganzes Netzwerk von Faktoren, die einen unglaublichen Einfluss auf unser Wohlbefinden haben und sich zu guter Letzt auch auf unser soziales Umfeld auswirken. Wer (passiven) Zigarettenrauch, Klimaanlagen, Heizungsgebläse in Autos, Abgase, trockene Luft und sonstige Schleimhaut reizende Faktoren nicht gut verträgt muss sich oft räuspern, die Augen und der Hals fühlen sich trocken an und oft sind Halsschmerzen und Entzündungen des Bronchialgewebes die Folge. Zusätzlich reizend wirken auch Kaffee und Alkohol bzw. trockenen sie die Schleimhäute ebenfalls aus.

Nun zu meinem Rezept für den Nasenbalsam, ich kann natürlich nicht garantieren, dass es DAS Wundermittel gegen Rhinitis sicca ist, aber mit Sicherheit kann ich sagen mir tut es gut und riecht auch nicht nach Klospray so wie manch andere ölhaltigne Nasensprays.

Zutaten für den Nasenbalsam

  • 2 g Bienenwachs natur
  • 12.5 g Aprikosenöl kaltgepresst
  • 6.3 g Mandelöl kaltgepresst
  • 6.3 g Sheabutter unraffiniert
  • 2 Tropfen Zypressenöl
  • 2 Tropfen Karottenöl
  • 1 Tropfen Calendulaöl
  • 2 Tropfen Vitamin E
  • 1 großen Kochtopf
  • ein Esslöffel Waschsoda
  • 1 Wasserkocher
  • 2 hitzefeste Schüsseln
  • 2 kleine Gefäße (Schüsseln, Gläser, Häferln,…)
  • 1 Rührstäbchen oder einen winzigen Löffel
  • Aufbewahrungsdose(n), hitzefest
  • Waage, Genauigkeit 2 Kommastellen

Durchführung

Desinfektion

Alle Utensilien, die mit dem Balsam in Kontakt kommen, müssen gereinigt und desinfiziert werden.

Die Aufbewahrungsdose(n), die kleinen Gefäße, das Stäbchen bzw. der kleine Löffel in den Topf geben, Wasser einfüllen bis alles bedeckt ist, Waschsoda zugeben und aufkochen. Ca. 3min lang kochen lassen. Das Wasser ableeren (Vorsicht beim Hantieren – Verbrennungsgefahr!) und die Utensilien auf einem frischen Geschirrtuch trocknen lassen.

Zutaten bereitstellen

Bienenwachs und Sheabutter abwiegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aprikosenkernöl und Mandelöl in das selbe Häferl einwiegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wasser im Wasserkocher aufkochen und nur soviel in die erste Schüssel füllen, damit das Häferl nicht umkippt. Es sollte kein Wasser in die Häferln gelangen. Das Bienenwachs in eines der Häferln füllen und in das heiße Wasserbad stellen. Bienenwachs löst sich langsam, nach ein paar Minuten das Wasser gegen frisch aufgekochtes tauschen, so geht es schneller. Ist die Temperatur des Wasserbades nicht heiß genug, verfestigt sich das Wachs wieder, daher besser nicht umrühren sondern einfach stehen lassen.

Die zweite Schüssel 1/4 mit heißem Wasser füllen und das Häferl mit Aprikosen- und Mandelöl hineinstellen. Die Sheabutter zugeben und durch Rühren auflösen. Sheabutter schmilzt im Vergleich zu Bienenwachs bei niedrigeren Temperaturen und sollte nicht (lange) hoch erhitzt werden.

Noch einmal das heiße Wasser in der Schüssel mit dem Bienenwachshäferl tauschen und dann unter Rühren das Ölgemisch zugeben. Hat das Häferl mit den Ölen eine niedrigere Temperatur als das Häferl mit den Bienenwachs so flockt das Wachs aus. Das macht nichts. Einfach rühren bis es sich wieder gelöst hat, ggf. heißes Wasser tauschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Schüssel mit kaltem Wasser befüllen und das Häferl mit dem warmen Balsam unter Rühren abkühlen. Rühren, rühren, rühren, damit sich die Inhaltsstoffe beim Erkalten gut vermischen. Während des Rühren können das Zypressen-, Karotten- und Calendulaöl sowie das Vitamin-E zugegeben werden. Bevor der Balsam zu dickflüssig wird kann er in die desinfizierten Aufbewahrungsdosen abgefüllt werden.

Der Balsam wird im Kühlschrank gelagert. Haltbar ist er mehrere Wochen bzw. sobald er ranzig riecht sollte er entsorgt werden. Wer sich in der Kunst des Salbenmachens schon besser auskennt, kann gern verschiedene Konservierungsmittel ausprobieren.

Anwendung

Aufgetragen wird er mit einem Wattestäbchen pro Nasenloch durch sanftes Einreiben. Mit dem Wattestäbchen gelangt man auch in die tieferen Gänge der Nase, wer das zum ersten Mal macht wird sich wundern wie weit das Wattestäbchen rein passt – bitte nur so weit verwenden, dass ihr es auch wieder raus bekommt. 🙂

Die meisten Zutaten habe ich entweder im online-shop behawe oder in der Kosmetikmacherei gekauft. Tolles Bienenwachs gibt bei Aspermühle zu bestellen. Auch bei Cara Mia im 12.ten Bezirk gibt es hochwertige Öle. Die kleinen Häferln gab es beim Butlers. Die genaue Waage habe ich in einem Growshop gekauft, kein Witz. 🙂

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