Haut und Haar

Mit Lavaerde Haare waschen

Juli 22, 2017
Lavaerde

Mein Haar ist federleicht, dünn und trocken. Keine gute Kombination wenn man auf eine lange gesunde Mähne hofft. Auch Kopfhaut und Haare können vom Sicca Syndrom (chronische Trockenheit) betroffen sein. Physische und psychische Probleme belasten die Haarpracht, lassen es glanzlos erscheinen und entziehen den Haarwurzeln Kraft. Die Folge ist z.B. verstärkter Haarausfall.

Hier könnt ihr die Einleitung überspringen und direkt zur Anwendung von Lavaerde gelangen.

In den letzten paar Jahren musste ich öfters an Gelenken operiert werden (z.B. siehe Beitrag zu meiner Knie Operation) und bekam 2016 zusätzlich auch noch Probleme mit meinen Atemwegen, ganz besonders mit der Lunge (Bronchitis Sicca). Das alles hat mich körperlich und mental sehr mitgenommen. Was unter anderem am Meisten unter dem Stress gelitten hat sind meine Haut und Haare. Durch Operationen, diverse Medikamente, psychischen Stress, ungesunder Ernährung und auch noch der Trockenheitssymptomatik begannen sie mehr und mehr auszufallen.

Die üblichen im Handel erhältlichen Shampoos habe ich noch nie gut vertragen, die Kopfhaut hat mal mehr und mal weniger gejuckt und ich musste fast jeden Tag Haare waschen, da sie zu schnell nachfetteten. Zugegeben ich hatte mir nie viele Gedanken über Haarpflege und Stylingprodukte gemacht, weil ich nie hinterfragt hatte was ich mir eigentlich jeden Tag in die Haare schmiere. Nachdem ich durch meine gesundheitlichen Probleme dazu gezwungen war, mich mehr mit gesunder Ernährung und täglichen Produkten, die man halt so braucht, auseinanderzusetzen, bin ich auf Alternativen zu Haarshampoos gestoßen. Ich hätte mich auch in Selbstmitleid suhlen können und die Welt verteufeln warum sie mir das alles antut. Doch so ein Mensch bin ich nicht (nur hin und wieder). Es ist so wichtig nicht an den gewohnten Standards festzuhalten, sondern mit den Lebensumständen zu wachsen!

Ich hatte schon immer Probleme mit meinen Haaren doch so schlimm wie in den letzten Jahren war es noch nie. Lange Haare zu haben war immer ein Traum von mir und eine zeit lang ging es auch gut. Mittlerweile habe ich mich für eine radikale Kurzhaarfrisur entschieden und bin sehr froh, dass mir dieser Schnitt passt!

Haare waschen mit Natron

Seit 2014 ging es mit meiner Haarpracht bergab. Ich habe etliche Shampoos ausprobiert, deren Inhaltsstoffe gegoogelt und verglichen, nichts hat mich überzeugt. Nachdem ich angefangen habe Waschmittel selbst herzustellen habe ich den Selbstversuch gestartet meine Haare mit Natron (nicht mit Waschsoda verwechseln!) zu waschen. Davon kann ich jedem nur abraten, der ebenfalls dünne und trockene Haare hat! Egal in welcher Konzentration ich es verwendet habe, es trocknete meine Haare zusätzlich massiv aus und verstärkte den Haarausfall. Ich bin sicher, dass Natron zum Haare waschen geeignet sein kann, doch nicht für die Beschaffenheit meiner Haare. Deshalb gehe ich auf dieses Thema hier nicht genauer ein.

Haare waschen mit Lavaerde

Besonders empfehlenswert bei sensibler Kopfhaut, bei Schuppen und fettigem Haar. Im Vergleich zu herkömmlichen Shampoos enthält Lavaerde keine Tenside, welche den Säureschutzmantel der Kopfhaut angreifen. Die meisten Shampoos trocknen Kopfhaut und Haare zu sehr aus. Um die natürliche Schutzschicht der Haare anschließend wieder herzustellen kurbeln die Talgdrüsen ihre Produktion an. Talg ist ein wichtiger Teil zum Schutz der Hautflora. Er wirkt wasserabstoßend, macht das Haar geschmeidig und glänzend. Wird zuviel davon produziert, wie es nach dem Haare waschen mit handelsüblichen Shampoos der Fall ist, fettet das Haar zu schnell nach.

Der Vorteil von Lavaerde, es befreit Haare und Kopfhaut sanft vor Verschmutzungen und Fettpartikeln! Nach und nach kommt das Gleichgewicht der Kopfhaut wieder in Ordnung. Das führt dazu, dass die Haare nicht jeden Tag gewaschen werden müssen.

Anwendung

Ich verwende die Lavaerde von Logona (gibt es bei DM oder im Reformhaus) und rühre vor dem Haare waschen eine kleine Menge mit Wasser an. Die Masse verteile ich im nassen Haar und spüle sie mit Wasser aus. Da das Pulver basisch ist, doch die Kopfhaut ein säurehaltiges Milieu bevorzugt, ist es ratsam eine Spülung aus verdünntem Apfelessig oder Zitronensaft anzuwenden. Hierzu werden 2 Esslöffel Apfelessig oder Zitronensaft auf ca. 250 ml  verdünnt. Nach der Anwendung nicht mehr ausspülen!

Lavaerde_Haarewaschen

Nachteil: Haare waschen mit Lavaerde macht eine Sauerei! Überall sind kleine Spritzer, die lieber nicht eintrocknen sollten, da man sie sonst nicht mehr so leicht weg bekommt!  Es kann dauern bis sich eure Haare an die neue Waschmethode gewöhnt haben! Bei mir waren es ca. 2 Wochen in denen ich gerne wieder auf normales Shampoo umgestiegen wäre. Manchmal habe ich vergessen, die Apfelessigspülung zu verwenden und die Haare fühlten sich krausig und statisch aufgeladen an. Wenn ihr euch für diese Methode entscheidet dann solltet ihr zwischendurch kein anderes Shampoo verwenden, da die Kopfhaut sonst wieder anfängt mehr Talg zu produzieren und euer Haar muss sich nach dem Fauxpas erst recht wieder an die Lavaerde gewöhnen.

Genauer gesagt passiert folgendes. Wird handelsübliches Shampoo benutzt ist der Reinigungseffekt sehr stark und löst auch die Talgschicht der Kopfhaut und den Haaren. Das fehlen der Schicht kompensieren die Talgdrüsen mit erhöhter Produktion. Das ist auch der Grund warum die Haare schon am nächsten Tag nachfetten. Lavaerde greift diese Schutzschicht nicht an. Doch es kann eben dauern bis die Talgdrüsen ihre Produktion runterregulieren. Daher nicht nach wenigen Tagen aufgeben!

Nachdem ich nun etliche Monate meine Haare mit Lavaerde gewaschen habe und anschließend eine Spülung aus verdünntem Apfelessig benutzte, bemerkte ich eine eindeutige Besserung meiner Haarstruktur! Doch mittlerweile werden sie von der Lavaerde furchtbar strähnig und glänzen fettig. Daher verwende ich seit Neuem das Volumen Shampoo Honig & Bier von Logona. Haarewaschen mit Lavaerde hat mir geholfen meine kaputten Haare wieder zu stabilisieren ist jedoch für den alltäglichen Gebrauch nicht geeignet.

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